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Haare

Haarige Zeiten!

Ein großes Problem ist für viele der Verlust ihrer Haare durch Chemo- und Strahlentherapien. Und sie haben Recht, wer verliert schon gern sein Haar! Der einzige Trost: es tut körperlich nicht weh, wenn das Haar ausfällt und längst nicht bei allen Chemotherapien ist dies der Fall! In der Psyche kann es jedoch einen gewaltigen Knacks geben. Wichtig zu wissen: Die Haare wachsen auf jeden Fall nach, es dauert nur eine Weile (von zwei Wochen bis zu drei Monaten). Manchmal verändert sich auch die Struktur des Haares und es wird eine Nuance heller oder dunkler, etwas glatter oder krauser.

In der Zwischenzeit habt Ihr mehrere Möglichkeiten: Perücken aus Kunsthaar (Krankenkassen übernehmen die Kosten), Perücken aus Eurem Echthaar (teuer) und Hüte, Turbane, Baseballkappen, Tücher und Stirnbänder können Euch je nach Anlaß und Typ verschönern. Wenn Ihr Euch für eine Perücke entscheidet, nehmt Euch Zeit und vielleicht eine guten Freundin oder Freund mit und zieht Eure Lieblingsklamotten an! Probiert mehrere aus, bevor Ihr Euch zum Kauf entschließt. Perücken müssen bequem und fest sitzen, können übrigens "ganz normal" gekämmt und gewaschen werden (natürlich per Hand!). Wer nur stellenweise sein Haar verliert, dem kann der Friseur vielleicht auch schon mit einem Kurzhaarschnitt zu mehr Volumen verhelfen. Schaut doch mal auf die Homepages von Jenny Latz. Hier erhaltet Ihr wertvolle Anregungen und Tipps rund ums Thema Haarprobleme. Jutta Krollpfeifer bietet ebenfalls zur Thematik Haarersatz sinnvolle Hinweise und hat als Maskenbildnerin viele Jahre mit der Herstellung von Haarersatz Erfahrungen gesammelt. (Tel. von Frau Krollpfeifer, Tel. 040 68916971, E-Mail: haar@mbulance.de) mehr ...

Viele stehen jedoch auch ganz bewußt zu ihrer "Glatze", z.B. die Schauspielerin Dinah Alice Schilffahrt aus der ARD-Serie "Verbotene Liebe", die nach einer Chemotherapie und dem Verlust ihrer Kopfhaare beschloß, ohne Perücke, Hut oder ähnlichem zu leben. "Wer mich so nicht mag und akzeptiert, den kann ich sowieso abschreiben", so ihre Antwort. Wer die Serie übrigens kennt und verfolgt, wird sehen, daß ihr Haar inzwischen wieder nachgewachsen ist!

Überlegt doch einmal, wie Ihr Euch "vorher" gekleidet habt, vielleicht meldet sich jetzt die Lust, Euch einmal anders zu stylen, einmal einen anderen Typ darzustellen. Eine Teilnehmerin aus dem "Look good, feel better"-Programm meinte dazu: "Ich habe mir gleich fünf Perücken gekauft, und jeden Tag eine andere aufgesetzt. Das fand ich so klasse, schrill. [Sie lacht] Ich habe immer anders auf die Leute gewirkt und ein ganz neues Selbstbewußtsein entwickelt. Sogar heute noch, lange nachdem mein Haar wieder nachgewachsen ist, trage ich manchmal noch die eine oder andere Perücke!"

ElisaNewHair
Die Friseurmeisterin und Maskenbildnerin arbeitet selbstständig seit 1985 im ihrem Salon in Berlin.

Mobiler Zweithaarservice
Ein Angebot der selbst an Brustkrebs erkrankten Friseurin und Maskenbildnerin Insa Gierke; Kontakt: Zum Daaskamp 26, 53797 Lohmar (in der Nähe von Köln/Bonn), Tel.: 0 22 46 / 90 07 00, Mobil: 0171 / 352 810 6, E-Mail: info(at)insagierke.de

hairsystems heydecke
Spezialist für Zweithaarsysteme. Diese Firma möchte Patienten helfen, die bedingt durch Chemotherapie, dermatologisch bedingte Ursachen oder auch durch einen Unfall die Haare verloren haben, die belastende Behandlung durchzustehen und in Zusammenarbeit mit dem Facharzt eine individuelle Lösung zu finden. Die Krankenkassen erstatten, je nach Ausführung, einen Teil oder auch die kompletten Kosten für den Haarersatz.

Figaro-Express
Dieses Friseurbedarfsgeschäft verfügt auch über ein Zweithaarstudio. Hier erhalten Krebspatienten individuelle Beratung zu Zweithaarsystemen bzw. zu Alternativen einer Kopfbedeckung (Mützen, Tücher etc.). Die Abrechnung mit der Krankenkasse erfolgt über das Haarstudio. Dieses Geschäft befindet sich in Worms.

Mützen für "haarlose Zeiten"
Eine Betroffene suchte neben ihrer Perücke zu Alternativen einer Kopfbedeckung. Sie fing an selbst Kopfbedeckungen zu nähen und auch für Interessierte anzubieten. Schaut Euch mal den Internetauftritt an.

Foenix Haarsysteme
Dieses Unternehmen lässt Haarsysteme für Kunden herstellen, die auf Grund ihres Alters  oder krankheitsbedingt Probleme mit dem Haarwuchs aufweisen. Der Salon kann auch mit der Krankenkasse abrechnen und ist in Berlin ansässig.

Schick und selbstbewusst in haarlosen Zeiten - In Krefeld und Hamburg könnt Ihr persönlich eine Kollektion an Hüten, Mützen und Tüchern in Augenschein nehmen.

Hüte für haarlose Zeiten
Für alle Chemopatienten, die keine Perücke mögen. Es werden schlichte und elegante Modelle angeboten. Schaut doch mal auf die Homepage.

Katjas Zweithaarstudio in Norderstedt
stellt u.a. für Menschen mit krankheitsbedingtem Haarausfall Perücken, Haarteile und Toupets aus Kunst- oder Echthaar (auch nach Maßanfertigung) her. Bei Vorlage eines Rezeptes wird direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Darüber hinaus werden auch Mützen, Tücher und Turbane sowie Pflegemittel angeboten.

Buchtipp

Buch-Cover

 

Keimarm kochen

Rezepte und Empfehlungen für Menschen mit Immunsuppression. Rezepte für die Zeit nach einer Transplantation oder wenn aus anderen Gründen keimarm und dabei vitaminreich und schmackhaft gegessen werden soll. Alltagstaugliche Tipps zu Hygiene und keimarmer Zubereitung: "Brat es, koch es, back es oder vergiss es". Die Rezepte in diesem Buch wurden von Ärzten des Universitätsklinikums Würzburg überprüft. Stephan Klein: Keimarm kochen, ISBN 978-3-00-046852-0, 16,95 €


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