INKA - das Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige
INKA - www.inkanet.de
Über inkanet.de - Förderverein - Hilfe - Pinnwand
Das Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige

aktualisiert: 12.03.2009
Hier seid Ihr: Home > Therapien & Untersuchungen > Strahlentherapie > Was Ihr selbst tun könnt
 
 
Krebstherapie

Strahlentherapie - was Ihr selbst tun könnt

Ihr könnt viele kleine Dinge tun, um Euer seelisches Gleichgewicht auszuloten! Gut ist es, sich für eine Therapie wirklich zu entscheiden. Sich selbst verdeutlichen, daß die Therapie gut ist, denn Ihr habt sie Euch ausgesucht. Und Ihr bestimmt die Rahmenbedingungen: in welchem Krankenhaus oder ambulant und wann die Bestrahlungen am Tag stattfinden sollen, und was Ihr mit dem Rest dieses Tages anfangen wollt.

Bei einer ambulanten Behandlung könnt Ihr ein Taxi nehmen oder Euch von einem Freund/Nachbar fahren lassen. Nett und hilfreich ist eine Begleitung eines lieben Freundes oder Partners, der Euch ein wenig ablenkt oder ganz einfach nur da ist.

Im Warteraum des Strahleninstituts ist es verständlicherweise oft nicht sehr fröhlich, meist reden die Patienten nicht miteinander oder das Gegenteil ist der Fall, wahre Leidensgeschichten werden aufgezählt. Ein gutes Buch, eine Lieblingsmusik im Walkman können davon ablenken. Wenn Euch irgendetwas stört, sprecht die Menschen einfach an, oft entstehen daraus die wirklich wahrhaften Gespräche.

Eine gute Methode der Selbsthilfe ist von O.C. Simonton, einem amerikanischen Onkologen entwickelt worden. Er gibt ganz praktische Empfehlungen, wie man seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann, indem man für sein seelisch-körperliches Gleichgewicht sorgt.
Die Simonton-Methode basiert im Wesentlichen auf drei Bausteinen:

  • Das Visualisieren.
    Die Informationen, die uns die Medizin über die Vorgänge in unserem Körper gibt, sind vorwiegend auf das Krankhafte fixiert (z.B. Krebszellen, schlechte Blutwerte etc.); sie rufen oft angstvolle innere Bilder und Vorstellungen in uns wach, was für das Gesundwerden nicht nützlich ist.
    Die Simonton-Methode geht den umgekehrten Weg: man visualisiert das Gesunde,
    gut Funktionierende im Körper und wie das Gesunde das Kranke besiegt.
    Beispiel: Man stelle sich - im entspannten Zustand - seine körpereigenen Abwehrzellen einmal ganz bildlich und phantasievoll vor ! Manche Menschen visualisieren ihre Immunzellen als Kraftmännchen, intelligente Ritter oder Haifische; sie sind voller Elan im Körper unterwegs, um entartete Zellen zu finden, zu attackieren und unschädlich zu machen – was ja in Wirklichkeit auch so ist!
    Auch die Wirkung von Medikamenten, Bestrahlung oder guter Ernährung kann bei dieser Art von Visualisierung mit eingebaut werden: sie ziehen (langfristig) mit den natürlichen Heilkräften des Körpers an einem Strang und unterstützen sie.
    Dass unsere Vorstellungskraft die vitalen Prozesse im Körper positiv beeinflussen kann, ist wissenschaftlich einwandfrei bewiesen. Und: es ist nicht nur ermutigend, sich durch das Visualisieren mit den eigenen Heilkräften zu verbünden, sondern es kann auch richtig Spaß machen.
  • Die eigenen Ressourcen stärken.
    Über das Visualisieren hinaus ist der zweite wichtige Baustein der Simonton-Methode, sich auf seine Quellen von Lebensfreude zu besinnen. Ganz besonders in der Krisenzeit nach einer Krebserkrankung ist es total wichtig, all den Dingen im Alltag viel Raum zu geben, die uns Spaß machen und uns ein Gefühl von Freude und Erfüllung bringen. Lachen und Lebensfreude stärken das Immunsystem!
  • Belastendes erkennen und schrittweise lösen
    Genauso wichtig wie die beiden erstgenannten Punkte ist es, sich darüber klar zu werden, was an unseren Lebenskräften zehrt, was uns belastet, kränkt und Kraft raubt. Das können z.B. Konflikte in der Familie sein, alte traumatische Erlebnisse oder belastende Glaubenssätze über uns selbst . Wenn es uns gelingt, solche Belastungsfaktoren schrittweise aufzulösen, wird viel Energie für das Gesundwerden freigesetzt. Denn: seelische und körperliche Gesundheit bedingen einander.

Man kann sich die Simonton Methode nach Büchern aneignen, aber es ist auch sehr nützlich, dazu einen Kursus zu machen (manche Reha-Kliniken oder Volkshochschulen bieten das Simonton-Programm an!) oder sich von einer Therapeutin/einem Therapeuten, der in der Simonton-Methode ausgebildet ist, Unterstützung zu holen.
Text erstellt von Dorothee Kayser, Gesundheitstrainerin für Krebsbetroffene, Juli 2005, www.begleitung-nach-krebs.de

Ihr solltet gut auf Euren Körper hören, wenn es Euch nach einer ganz bestimmten Speise verlangt, geht dem nach! Hinsichtlich der Frage nach der richtigen Ernährung winden sich die viele Ärzte heraus mit "wie sonst auch". Die meisten Krankenkassen beschäftigen einen Diätassistenten, der oder die Euch spezieller beraten kann. Wichtig ist es, ausreichend zu trinken, wer dies nicht schafft, sollte unbedingt mit dem Arzt sprechen, um einen Mineralienmangel vorzubeugen. Zu empfehlen ist die Broschüre "Ernährung bei Krebs" (aus der blauen Reihe der Dt. Krebshilfe).

Hilfreich können auch Tips aus Erfahrungen ehemaliger Kranken sein. Diese trefft Ihr in den Selbsthilfegruppen vor Ort.

Für manche ist es gut, eine Psychotherapie zu beginnen, als Gesprächs-, Gestalt-, Körper-, Musik- oder Kunsttherapie. In den guten Krankenhäusern und onkologischen Praxen gibt es auch entsprechende Therapeuten. Eine Krebserkrankung ist eine große Herausforderung an sämtliche Kräfte und Energien eines Menschen, es ist einfacher, sich bei der Bewältigung helfen zulassen. Dies gilt für Kranke und Angehörige gleichermaßen. Im Idealfall findet Ihr jemanden, der Euch auffängt, wenn Ihr wütend seid, der Euch stabilisiert oder der einfach "nur" da ist, wenn Ihr Euch einmal richtig ausheulen wollt. Eure Krankenkasse hilft bei der Suche nach freien Therapeuten.

Auch Jahre!! danach könnt Ihr Euch noch müde und schlapp fühlen. Viele Ärzte und Laien nehmen das nicht ernst, dabei heißt dies in der Fachwelt "Fatigue" und läßt sich behandeln.

Akupunktur kann die Mundtrockenheit nach Strahlentherapie im Mund-Nackenbereich lindern. So berichtet eine Betroffene, die damit gute Erfahrung gemacht hatte. Hierzu eine englische Quelle (\"Acupuncture aids Xerostomia). Hier der Auszug aus dem Artikel, leider nur auf Englisch:\"ACUPUNCTURE AIDS XEROSTOMIA
Xerostomia(dry mouth) is a common sequela of radiation for head and neck cancer as well as a consequence of medications such as antihistamines, decongestants, antidepressants and diuretics. A small study which treated seven patients suffering from xerostomia after radiation for head and neck cancer has confirmed previous studies which have shown the effectiveness of acupuncture for this condition. Eight months after treatment (once a week for 405 weeks then 2 or 3 biweekly treatments) all seven reported a reduction in dry mouth symptoms, increased saliva flow and improvements in eating, speaking and sleeping. (Academy of General Dentistry). Aus: No. 79 October 2005, the Journal of Chinese Medicine, http://www.jcm.co.uk/.

Für die Behandlung ist ein qualifizierter Arzt notwendig. Deutsche Ärzte - Arzt sollte mindestens 750 Unterrichtsstunden in Akupunktur absolviert haben - findet man über die www.daegfa.de.



 
 
  Austausch
Inka-Pinnwand



Über inkanet.de | Team | Presse | Impressum | Kontakt
Copyright © 1996-2010 Alle Rechte vorbehalten