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aktualisiert: 13.12.2011
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Krebstherapie

Hochdosis-Chemotherapie - Was Ihr selbst tun könnt

Wichtig ist, dass Ihr Euch für den Weg "Hochdosis" bewuflt entscheidet. Sprecht mit Familie oder Freunden darüber. Sprecht mit Eurem Arzt oder holt eine "zweite Meinung" ein, bis Ihr alle für Euch relevanten Faktoren der Therapie kennt und bereit für eine Entscheidung seid. Dann könnt Ihr auch die Nebenwirkungen besser ertragen, weil Ihr wisst, dass Ihr die Therapie mitbestimmt habt.

Ein zweiter Punkt ist, sich mit dem Pflegepersonal zu verständigen. Trotz deren sehr engagierten und anstrengenden Arbeit bleibt manchmal Zeit für persönliche Worte.

Non-Hodgkin Patientin Katrin dazu:
Ich hatte in der ersten Woche so eine furchtbare Angst, dass ich im Krankenhaus nicht schlafen konnte. Das lag auch am Kortison. Ich konnte nicht einmal im Bett liegen und lesen. Die Nachtschwester hatte das mitbekommen und mir diverse Schlafmittel angeboten. Ich mochte es nicht nehmen, da ich so etwas noch nie genommen hatte. Also legte ich mich ins Bett und drehte mich mit meinen Gedanken. Später kam sie herein und fragte mich, ob ich Lust hätte, im Schwesternzimmer Spaghetti zu essen. Die onkologische Station war nicht voll belegt und so konnte der Nachtdienst einer ruhigen Nacht entgegen sehen. Etwas schüchtern, weil ich durch die Medikamente doch sehr geschwollen im Gesicht war, ging ich mit und hatte 2 wunderschöne Stunden mit Menschen, die neugierig auf mich waren, aber nach einer Weile sich ganz normal benahmen. Und so wurde ich abgelenkt durch die Erzählungen der Schwestern und kam in den Genuss eines tollen, selbstgekochten Essens.

Es hilft, wenn man in einer Art Tagebuch seine Empfindungen aufschreibt. Das muss nicht in der täglichen Form sein, es kann auch in Form von Gedichten oder Kurzgeschichten sein. Manchmal hilft ein "Traum-Tagebuch". Mit dem kann man dann auch "Traumarbeit" machen und zu sehr schönen und tiefgreifenden Erkenntnissen kommen.

Wenn Ihr nicht lesen mögt, aber trotzdem gern Geschichten hört, sind Hörbücher eine gute Alternative. Das sind entweder Literaturlesungen oder Romane, die als Hörspiel aufbereitet sind. Zu bestellen sind diese Bücher auch über das Internet (z.B. bei www.amazon.de), beim Buchhändler Eures Vertrauens - oder lasst Euch von Freunden oder Familie Hörspiele aus dem Radio aufnehmen (z.B. Deutschlandfunk).

Egal in welcher Verfassung Ihr seid, Bewegung tut gut. In einigen Krankenhäusern gibt es für Patienten, die länger liegen Physiotherapeutische Behandlung, das heiflt 1x täglich Bewegung für ca. 15 Minuten. Nehmt diese Angebote unbedingt wahr oder erstellt euch selbst einen Bewegungsplan. Sport wäre übertrieben, aber was Ihr könnt und wollt, solltet Ihr tun. Beine bewegen, Arme bewegen, Hals und Kopf. Das beugt auch Rückenschmerzen vor. Wichtig sind auch Atemübungen. Falls Ihr allerdings Schmerzen habt, übertreibt es nicht und redet mit dem Arzt darüber. Manchmal helfen schon Massagen, aber passt unbedingt auf, dass Ihr eine geschulte Massage bekommt, denn ihr neigt während der Therapie zu blauen Flecken. Aber leichtes Massieren tut sehr gut und fördert das Körpergefühl.

Auch lange Zeit nach der Therapie ist es möglich, dass Ihr Euch noch schlapp und müde fühlt. Dafür gibt es einen Namen: Fatigue. Das Problem lässt sich behandeln. Sprecht mit dem nachsorgenden Arzt darüber. Folgende Broschüre erklärt den Umgangdamit: "Fatigue" - über die Müdigkeit nach Krebs. Eine Broschüre der Deutschen Krebsgesellschaft, Tel. 069 / 630 0960. Für den Umgang mit Eurem Arzt folgende sehr Hilfreiche Ratgeber Broschüre "Teamwork" online oder von der Selbsthilfegruppe Morbus Hodgkin - Ratgeber für Umgang mit Aerzten.



 
 
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