Als Krebspatienten habt Ihr Anspruch auf soziale Leistungen, die Euch bei der Frage "wie finanziere ich jetzt meinen Alltag" weiterhelfen.
Hierzu informieren Euch die Mitarbeiter des Krankenhaus-Sozialdienstes oder außerhalb des Krankenhauses verschiedene andere Stellen, z.B. Eure Krankenkasse, Euer Rentenversicherungsträger, z.B. der Deutschen Rechtenversicherung, das Sozialamt, Gesundheits- und Umweltsamt, das Versorgungsamt, die Hauptfürsorgestelle und die Sozialstationen, sowie die in "Krebs allgemein" aufgeführten Einrichtungen und speziellen Beratungstelefone.
Die jeweiligen Neuerungen veröffentlicht das Bundesministerium für Gesundheit im Web auf www.die-gesundheitsreform.de. Ab 1. April 2007 wurde eine weitere Etappe zur neuen Gesundheitsversicherung eingeläutet. Erstmals in der deutschen Sozialgeschichte besteht die Pflicht eine Krankenversicherung abzuschließen. Somit können alle auf eine Gesundheitsversorgung zurückgreifen. Ab 1. Januar 2009 startet der Gesundheitsfonds. Mehr dazu vom Bundesgesundheitsministerium
Das Dienstleistungsportal des Bundes
Nennt sich auch "der schnelle Zugang zu allen behördlichen Informationen und Service-Angeboten der Verwaltung" mit Links zu den Portalen der verschiedenen Bundesländer und Stadtstaaten.
Viele Städte und Gemeinden haben inzwischen eigene Portale mit Informationen über ihre Ämter und deren (sozialrechtlichen) Leistungen, z.B. http://www.hamburg.de/ oder http://www.berlin.de/. Tippt einfach einmal Eure Stadt oder Region in die Adressleiste des Browsers ein.
Expertenrat: Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
Das kommerzielle Portal Lifeline, angeboten von BSMO (ein Unternehmen von BertelsmannSpringer und der DGN Services GmbH) hat ein Expertenforum eingerichtet.
Kassenärztliche Bundesvereinigung
gibt aus eigener Sicht Antwort auf die Fragen: "Wie tickt eigentlich das Gesundheitswesen? Was ist die KBV, was tun die Krankenkassen etc.?"
Vielleicht habt Ihr Anregungen oder Beschwerden? Das Bundesministerium für Gesundheit ist auch online mit der Patientenbeauftragten des Bundes!
Soziale Informationen
Der Ratgeber "Soziale Informationen 2010" der Frauenselbsthilfe nach Krebs liegt vor. Die neueste Auflage
informiert ausführlich über Schwerbehindertenrecht u.a. über Angebote des Gesundheitssystems (z.B. Krebszentren),
Änderungen der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sowie über Patientenbeschwerden bei Behandlungsfehlern.
Die Broschüre ist kostenfrei und kann online
bei der Frauenselbsthilfe nach
Krebs bestellt oder direkt heruntergeladen werden.
Weitere Informationen und telefonische Beratung zum Patientenrecht bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) an.
Nützel, Nikolaus: Erste Hilfe für Patienten - und andere Geschädigte der Gesundheitsreform
Verlag: Droemer/Knaur, Mai 2009, ISBN: 978-3-426-78264-4
Inhalt: Die Gesundheitsreform bringt Neuerungen und Begriffe hervor, die für den "Normalbürger" unverständlich sind.
In alphabetischer Reihenfolge listet der Autor Schlagworte von "Akupunktur" bis "Zweiklassenmedizin" auf, die er stets nach dem gleichen
Muster erläutert: - Worum geht es?
- Was bedeutet das für mich als Patienten? - Was kann ich tun? Jedes Stichwort ist darüber hinaus mit Internet-Adressen versehen,
über die sich der Leser selbst weiter informieren kann. Für diesen Ratgeber erhielt der Journalist Nikolaus Nützel den diesjährigen
Publizistik-Preis der Stiftung Gesundheit.
Einen guten ersten Einstieg geben Euch folgende
Broschüren:
Wegweiser zu Sozialleistungen
aus der Reihe: Die blauen Ratgeber, Bd. 29/ Hrsg. Deutsche Krebshilfe
e.V. online lesbar oder kostenlos per Telefon zu bestellen unter: 0228 / 729900.
Ratgeber für behinderte Menschen
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist der Herausgeber dieser Broschüre. Auszüge aus relevanten Gesetzen, u. a. des Sozialgesetzbuches SGB I-XII und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz werden hier aufgeführt. Desweiteren werden praktische Tipps zu steuerlichen Erleichterungen, Erleichterungen im Personenverkehr, Wohnraumförderung ausführlich dargelegt. Weitere wichtige Ansprechpartner von Behindertenverbänden bieten die Möglichkeit behindertenspezifische Kontakte knüpfen zu können. Bestellungen können telefonisch (Tel. 0180/5151510, Bestell-Nr.: A 712), per E-Mail: info@bmas.bund.de aufgegeben werden. (Stand: November 2006)
Sozialrechtliche Informationen für Eltern krebskranker Kinder
Herausgegeben von der Deutschen Kinderkrebsstiftung.
Schuldnerberatung
Forum Schuldnerberatung bietet Diskussionsforen,
Adressen der
Schuldnerberatungstellen, Informationen über unseriöse Kreditvermittler
u.v.m.
Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung
Rechtsprechung, Insolvenzordnung, Sozial- und Rechtpolitik, Kriseninterventionsseminar;
Sozialhilfe Hartz IV
Wenn Ihr mittellos seid wird Euch das Sozialamt finanziell helfen. Die Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz umfaßen z.B. GEZ-Befreiung, Telefongebührenermäßigung, Wohngeld, Kleidergeld u.v.m. Habt keine Scheu, danach zu fragen! Ihr befindet Euch in einer außergewöhnlichen Situation, in die Ihr unverschuldet hinein geraten seid.
Die Adressen und Telefonnummern der Sozialämter könnt Ihr unter Städteseiten wie z.B. www.berlin.de oder www.stuttgart.de finden.
Sozialhilfe Online
lebendiges Forum zu Sozialhilfe und Hartz IV, Chat, wichtige Gesetzestexte zum
Download und gute Linksammlung
Sozialberatung
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI) bietet Informationen zur Sozialhilfe bzw. Grundsicherung nach dem SGB XII: Sozialpolitik-> HartzIV- Arbeitslosengeld II
Informationskampagne der Bundesarbeitsgemeinschaft gegen die Tücken und Fallen des neuen Arbeitslosengeldes II
Tacheles e.V. bietet aktuelle Informationen zum Alg II, sowie zum Bereich der Sozialhilfe und Grundsicherung
Im Forum-Sozialhilfe besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustauch per E-Mail, der Infobereich enthält Infotexte, Hilfen, Urteile, Musterschreiben, Lesetipps und aktuelle Regelsätze