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aktualisiert: 28.10.2011
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Kurs in Hamburg
Bilder einer Ausstellung: An Krebs erkrankte Frauen zeigen ihre Arbeiten
 
Kunsttherapie

"Ich kann aber nicht malen", meinen viele, die zum ersten Mal von einer Kunsttherapie hören. Kunsttherapie hat jedoch nichts mit "können" zu tun, sondern mit kreativer Auseinandersetzung.

Die Kunst in der Therapie ist Ausdrucksmittel ohne Worte für Freude, Trauer, Wut, Einsamkeit, Verlust von Menschen, Orten oder auch Körperteilen, Ängsten, Liebe, Leere und Schock. Die Kunst gibt dem Betroffenen die Möglichkeit, sich in einer neuen Weise auszudrücken, was in Worte gefasst unsagbar ist. Falsch oeder richtig, gut oder schlecht sind Kriterien, die in der Kunsttherpaie keine Bedeutung haben. Oft kommt erst in Form eines Bildes, einer gekneteten Figur zum Vorschein, was im hintersten Winkel schlummert und ein Gefühl offenbart sich und kann "sein". Kunsttherapie wird als Einzelstunde und in Gruppen angeboten. Speziell ausgebildete Kunsttherapeuten, aber auch Gestalt- und Ergotherapeuten arbeiten mit Patienten in der Bildersprache. Die Therapeutin oder der Therapeut stützt, leitet an, ohne etwas vorwegzunehmen, hilft beim Verstehen und Aushalten des dargestellten Zustands.

Martina Weißgerber, Hamburger Kunsttherapeutin: "Das Wort Kunst ist irreführend, wenn von Kunsttherapie die Rede ist. Die einzige Verwandtschaft zur Bildenden Kunst ist wohl der Gebrauch von Farbe, Pinsel etc. In der Kunsttherapie geht es nicht um das Schaffen von Werken. Auch nicht darum, Dinge oder Ereignisse schön und kunstvoll darzustellen.

In der Kunsttherapie geht es um die Wahrnehmung von Gefühlen und eigenen Fähigkeiten, die bei der (malerischen) Wiedergabe eines Ereignisses deutlich werden. Die Schaffenden treten in Verbindung zu ihren individuellen Kräften und deren Qualitäten. Sie sehen und erfahren sich selbst unmittelbar aus dem, was sich auf dem Papier ausdrückt."

Warum Kunst?
Kunst, ein kreatives Produkt, ist Bestandteil unseres Lebens. Sie wirkt durch Farbe, Form und Bewegung auf Körper, Geist und Seele. Kunst berührt unser Inneres und spricht die Emotionen an. Sie weckt Erinnerungen und lässt Raum für eine Sprache auch ohne Worte.

Worum geht es in der Kunsttherapie?
Kunsttherapie ist eine nonverbale Therapieform, die über den Einsatz von künstlerischen kreativen Medien wirkt. Mit Hilfe des Gestaltungsprozesses und des daraus entstandenen Endprodukts unterstützt die Kunsttherapie die Fähigkeit, die persönliche Situation und die Gefühle, wie Trauer, Wut, Angst und Freude wahrzunehmen und darzustellen. Die Erfahrungen, die im Gestaltungserleben entstehen, ermöglichen eine Erweiterung von Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten. Das bedeutet, dass das schöpferische Tun vorhandene Ressourcen und Selbstheilungskräfte weckt.

In der Kunsttherapie geht es nicht um das Schaffen von Kunstwerken, sondern darum, durch Malen und Gestalten eine, dem eigenen Wesen entsprechende Ausdrucksform zu finden.

Es geht vielmehr um einen Ausdruck inneren Erlebens, somit um ein Sichtbarmachen und - damit verbunden - um die Möglichkeit, ein Stück weit loszulassen von dem, was uns innerlich beschäftigt bzw. vereinnahmt.
Weiterhin ist die Kunsttherapie in besonderem Maße dazu geeignet, die Lebensfreude aufs Neue zu aktivieren, zu neuem Selbstvertrauen sowie einer positiven Einstellung zum Leben zu führen.
Text erstellt von Claudia Loeffler 2005, Kunsttherapeutin in Berlin,
www.lebenswerkstatt-berlin.de

Kunsttherapie
Die Website versteht sich als schulenübergreifendes Forum für Kunsttherapeuten, in dem u.a. verschiedene Methoden und Materialien der Kunsttherapie erklärt werden.

Anthroposphische Kunsttherapie und Heileurythmie
Einführende Erklärung zur anthroposophischen Kunsttherapie mit Therapeutenadressen.

Verein Lebenswert
Die umfangreiche Angebote des Kölner Vereins Haus Lebenswert umfassen Psychotherapeutische Gespräche, Musik- und Kunsttherapie, Treffen von Selbsthilfegruppen, Bewegung wie Tai Chi und Qi Gong, Beckenbodentraining und Feldenkrais. 



 
 
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