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Fernost Die richtige Lehrer/in finden Um sich auf einen Weg in die fernöstlichen Lebenskünste zu begeben, braucht man eine Lehrerin oder Lehrer, denn Taiji oder Qi Gong kann man nicht aus Büchern lernen, man muss es erfahren. Im Gegensatz zur Schule ist "abgucken" und "nachmachen" geradezu erwünscht. Einen guten Lehrer zu finden ist allerdings genauso leicht oder schwer, wie einen guten Arzt zu finden. Laßt Euch nicht ins Bockshorn jagen: Ihr könnt als Laien durchaus entscheiden, was für Euch richtig ist oder eben nicht!
Alena Maria Schneider hat dazu folgende wichtige Gedanken: "Traditionsgemäß lernt man Taiji und Qi Gong, in dem man sich sorgfältig eine Lehrerin sucht, der man vertraut und deren Begleitung man dann langfristig in Anspruch nimmt. Das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer ist ein menschlich anspruchsvolles Vertrauensverhältnis. Gemäß unserer westlichen Heransgehensweise wurde die Vermittlung von Taiji und Qi Gong heute vielerorts institutionalisiert. Man wendet sich also häufig nicht mehr an eine persönliche Lehrerin, sondern an eine Volkshochschule, Sportverein, Interessengemeinschaft. Ich finde ehrlich gesagt, man sollte sich durch Organisationen und Institutionen (gar mit hochtrabenden Namen) nicht allzusehr beeindrucken lassen, sondern sich die Mühe und Freude machen, sich die höchstpersönlich stimmige Person zu suchen, bei der man lernen möchte. Es gibt nicht DIE objektiv richtige Lehrerin und auch nicht DAS objektiv für alle richtige Taiji oder Qi Gong. Achtet auf die Atmosphäre, wenn Ihr eine Gruppe zum Ausprobieren besucht. Qi drückt sich stark in der Atmosphäre aus und Ihr dürft dem Gewicht beimessen, ob sie Euch sympatisch ist oder nicht. Traut Eurem Instinkt und laßt Euch nichts einreden. Was für Euch gut ist, kann für einen anderen Menschen grundverkehrt sein und umgekehrt. Ich persönlich lege Wert auf ein Klima, das von Humor, Klarheit und Menschlichkeit geprägt ist. Außerdem schätze ich es, eigene Erfahrung vor äußere Belehrung zu stellen. Bei mir fühlt sich also niemand so sehr wohl, wer als erstes gern vieles theoretisch erklärt haben möchte. Sicher gibt es aber auch für dieses Person den passenden Lehrer. Gottseidank gibt es Vielfalt. Der menschlich persönliche Kontakt gehört zum typischen Klima im Frühlingarten, wie das Späße machen und miteinander lachen. Behaltet Euch vor, Unterricht bei verschiedenen Personen zu erproben, um einen Vergleich zu haben. Und dann übernehmt die Verantwortung für Eure Wahl. Laßt Euch wirklich ein. Warnen würde ich vor Lehrern, die einen großen Kult um ihre Person machen, statt dass sie Euch in Eurem Lernen unterstützen und achten. Skeptisch wäre ich auch da, wo schnelle Ergebnisse versprochen werden. Sehr schnell verlasse ich persönlich den Unterricht, wo man mir meine Wahrnehmnung ausreden will oder wo man sich als allein selig machende Richtung verkauft. Sicherlich entdeckt ihr, wenn Ihr Euch zugesteht auf Euch zu hören, Eure eigenen Kriterien. Bitte nehmt sie ernst. Dann müßt Ihr auch keine Angst haben, Scharlatanen ins Netz zu gehen. Auch im Shiatsu ist es wichtig, sich die passende Behandlerin zu suchen. Shiatsu ist etwas sehr persönliches und jede Behandlerin entwickelt im Laufe der Jahre ihren eigenen Behandlungsstil. Die eigene persönliche Entwicklung der Shiatsutherapeutin trägt viel zu ihrer Behandlungskunst bei. Ganz unkompliziert und mit gesundem Menschenverstand ausgedrückt: Wer Euch anfassen darf, muss Euch sympathisch sein und braucht Eurer Vertrauen. Wenn Ihr sicher sein wollt, dass Eurer Behandlerin eine fundierte Ausbildung absolviert und mit einer Prüfung abgeschlossen hat, könnt Ihr Euch an den Berufsverband, die Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland wenden. Sie schickt Euch eine Liste mit Therapeuten in Eurer Nähe. Es gibt aber durchaus Therapeuten, die dem Dachverband noch nicht angeschlossen sind. Der GSD-Stempel ist also nicht das A und O für gutes Shiatsu - aber eine gewisse Absicherung gegen halbgare Begleitung." |
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