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Fernost Lebenskünste für Krebspatienten Der Kontakt zu den eigenen heilen Stellen, ja das sinnlich überzeugende Erleben, auch noch heile und leuchtende, starke Seiten zu haben, ist, für einen krebskranken Menschen besonders wichtig. Taiji und Qi Gong basieren zunächst einmal auf dem Konzept der Erhaltung der Gesundheit, damit schwere Störungen gar nicht erst Fuß fassen können. Dennoch gibt es immer mehr Menschen, die nach einer Krebserkrankung auf der Suche nach positiven Wegen bei Taiji oder Qi Gong landen. Es fördert ihr allgemeines Wohlbefinden nachdrücklich. Oft gibt es Impulse zur Versöhnung mit und zu neuem Vertrauen in den eigenen aus dem Gleichgewicht geratenen Organismus. Die Übenden lernen einen ruhigen, heiteren und liebevollen Umgang mit sich, und kommen in Kontakt zu starken, positiven Kräften, die Hoffnung nähren und Heilung begünstigen. Sie fühlen sich wieder (oder ganz neu) wohl in ihrer Haut, und machen angenehme Erfahrungen mit dem eigenen Körper, der zuvor als "Versager" erlebt wurde. Im gewissen Sinne finden sie ihre Unversehrtheit wieder. Aspekte der Persönlichkeit und des Geistes werden angesprochen und bestärkt, die helfen Leid zu wandlen und zu integrieren. Eine positive Grundstimmung bekommt Rückenwind. Sie erfahren Inspiration, ihr Leben neu einzurichten, bekommen Ideen, was ihnen guttut und was nicht. Es gibt gute, ja beeindruckende Erfahrungen, die bis jetzt wenig erforscht und verstanden sind, die aber durchaus Anlaß sein können, sich voller Hoffnung auf den Weg zu machen und dem Wunderbaren die Hand hinzu halten. Ein Heilungsversprechen gibt es allerdings nicht. Auch für Angehörige gibt es im Taiji oder Qi Gong Ruhe und Kraft zu holen. Aus Berichten mancher Schüler weiß ich, wie sehr sie in belasteten Situationen, z.B. bei schweren Erkrankungen in der Familie, innerlich auf stärkende Erfahrungen aus dem Taiji/Qi Gong zurückgreifen konnten, die ihnen halfen, den Mut nicht zu verlieren, immer wieder zu sich selbst zu kommen und die Herausforderung zu anzunehmen. Krebskranke, die sich in medinzinischer Behandlung befinden, können im Shiatsu eine zusätzliche liebevolle Begleitung finden, die so etwas wie einen roten Faden elementarer positiver Erfahrung schenkt. Gerade wenn die medizinischen Maßnahmen einem Menschen viel abverlangen, kann ein sensibles Shiatsu einen Ausgleich bieten, der behütend, gewährend und bergend ist. Die Berührung im Shiatsu kann elementar trösten und erfreuen. Ich habe eindrucksvoll erlebt, daß die Nebenwirkungen der Chemotherapie Linderung erfahren. Der Lebensmut und die eigenen Selbstheilungstendenzen werdem vom Shiatsu unterstützt. Ein schonungsvolles, haltendes Shiatsu kann dem Organismus tiefe Erholung schenken. Angesichts des Aspekts, daß Shiatsu die behandelte Person sich selbst nahe bringt, kann es eine ausgezeichnete Hilfe sein, in einem Krebsprozeß die richtigen segensreichen Entscheidungen zu treffen. Shiatsu stärkt und versöhnt mit dem Organismus und bringt den Menschen in Kontakt mit dem tiefen Fluß seiner heilen Aspekte. Shiatsu bestärkt positive psychische Grundlagen und gibt somit Boden, dem Geschehen zu begegnen. Es inspiriert, welche Lebensveränderungen notwendig sein könnten, um Gesundheit eine Chance zu geben. Und es kann helfen, das eigene Schicksal zu verstehen und anzunehmen. Da es Zugang zum Hauptstrom eines Lebensprozesses finden läßt, kann es auch einfach die Seele auf ihrem Heimweg begleiten. Wichtig ist, daß sich die Behandlerin wirklich prüft, was sie sich zutraut und wozu sie bereit ist. Eine solche Begleitung braucht einen erfahrenen, reifen Menschen,d er wach, zuverlässig und mit Fingerspitzengefühl und Herz auf einen anderen Menschen eingehen kann. Es versteht sich, daß ein relativ technisches, grobstoffliches, physisches Shiatsu nicht in Frage kommt. Für gut halte ich es, wenn Shiatsubehandler/in, Ärztin und andere Therapeuten voneinander wissen und am besten auch ein Kontakt besteht. |
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